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USB-FAQ-42000:
Ist es egal in welchen PCI-Steckplatz ich die USB-Karte stecke? Was bedeutet IRQ?

In der Regel spielt es keine Rolle in welchen PCI-Slot die USB-Karte gesteckt wird. Bei USB-2.0-Karten sollte man zugunsten der Performance darauf achten, dass die Karte einen eigenen IRQ hat. Wenn sich die USB-2.0-Karte einen IRQ mit einer anderen Leistungsstarken Komponente teilt (z.B. Grafik- oder moderne Soundkarte) kann es unter Umständen zu Leistungseinbußen oder Systeminstabilität kommen.

IRQ ist die Abkürzung für den Begriff "Interrupt Request", was man in etwa mit "Unterbrechungs-Anfrage" übersetzen kann. Das bedeutet, dass eine Komponente beim Prozessor nach Rechenzeit fragt. Dieser muss aktuelle Vorgänge unterbrechen und sich primär um die Bearbeitung der angefragten Aufgaben kümmern. Über verschiedene IRQs kommunizieren die Komponenten eines Computers mit dem Hauptprozessor. Ursprünglich hatte jede Komponente einen eigenen IRQ. Da jeder Heimrechner hardwarebedingt jedoch nur über 15 IRQs verfügt und diese zum Großteil schon für systemeigene Komponenten vergeben sind, musste die Anzahl der IRQs künstlich erhöht werden. Aktuelle Mainboards teilen deshalb die IRQs auf verschiedene Steckplätze auf. Nun unterscheidet man zwischen Steckplätzen mit eigenem IRQ und solche mit geteiltem IRQ ("shared IRQ"). Dadurch wurde die Anzahl der ursprünglich maximal 15 IRQ´s auf über 20 erhöht um heutigen Systemen genügend Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Normalerweise benutzen z.B. der AGP-Slot der Grafikkarte und einer der oberen beiden PCI-Slots den gleichen IRQ. Je nach Hersteller und Board teilen sich verschiedene PCI-Slots untereinander ebenfalls noch IRQs.

Das Teilen der IRQs ermöglicht es, moderne Rechner mit bis zu sechs- oder sieben Erweiterungskarten auszustatten. Allerdings sollte man dabei eine wichtige Regel beachten: Zwei leistungsstarke Karten, die sich einen IRQ teilen, können das System negativ beeinflussen, da sie auf derselben Leitung (IRQ) ständig Anfragen an den Prozessor senden. Das kann je nach Board und Prozessor zu Leistungseinbußen, Hardwarekonflikten bis hin zu Systemabstürzen führen. Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen sollten leistungsstarke Karten wie z.B. Grafik,- Sound,- IDE/SCSI-Controller- und Firewire/USB2-Karten wenn möglich einen eigenen IRQ haben. Dies ist auch der Fall, wenn Sie in einem "shared"-Slot stecken, solange der andere der beiden Slots nicht benutzt wird. Wenn dies aufgrund vieler Zusatzkarten nicht möglich ist, kombiniert man i.d.R. bei shared-Slots eine leistungsstarke Karte (z.B. USB 2.0) mit einer weniger rechenintensiven Karte (z.B. Modem oder ISDN-Karte). Um die IRQ-Verteilung Ihres Mainboards herauszufinden schlagen Sie bitte in Ihrem Handbuch nach oder informieren Sie sich auf der Homepage des Mainboard-Herstellers. Hilfreich könnte auch dieser Artikel sein.

 
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